Geschichte

September 1959:

Landung einer F-86K in Oldenburg. Dort bildet die 3.Staffel der Waffenschule 10 mit 6 Flugzeugführern und 120 Soldaten die Keimzelle des späteren Geschwaders.
Die Umschulung auf F-86K wurde von 5 US-Fluglehrern (tactical advisors) durchgeführt.

September 1960:
Der Verband verlegt als JG 75 nach Leipheim.

Am 5.Mai 1961 wird das Geschwader JG 75 von Leipheim als JG 74 in Neuburg durch den damaligen Inspekteur der Luftwaffe Generalleutnant Kammhuber in Neuburg in Dienst gestellt.
Damit automatisch verbunden die Indienststellung der 1.Jagdstaffel.

Diese hat unter anderem 2 wichtige Funktionen:

  • Mit diesem Tage wurde die Staffel der NATO für den Einsatz untzerstellt; Aufnahme der NATO-
    Einsatzbereitschaft während der Tagesstunden.
  • Taktische Ausbildung der Flugzeugführer der 2. Staffel, mit Unterstützung durch die US-
    Fluglehrer, die dem Verband in Oldenburg zugeteilt worden waren.

Die 1.Jagdstaffel des Jagdgeschwaders 74 stationiert in Neuburg an der Donau war die erste Staffel der neu geschaffenen Bundesluftwaffe die den Status "Allwetter Abfangjäger" erhielt. Daraufhin wurde das abgeänderte Abzeichen der Nachtjäger des 2.Weltkrieges von Oberst a. D. Wolfgang Falck adoptiert.
(weißer Adler auf rotem Blitz in schwarzer Nacht).

  • Der Rote Blitz steht für die allgegenwärtige Bedrohung für jeden potenziellen Angreifer.
  • Der Nachtschwarze Hintergrund symbolisiert die Nachtjagd und der Silberne (weiße) Falke stammt aus dem Familienwappen des Oberst a. d. Falck der im August 2000 seinen 90ten Geburtstag feierte.

Nachfolgend zu sehen ist der Kunstdruck, den die 1.Jagdstaffel / JG 74 anläßlich der 40-Jahrfeier des Geschwaders anfertigen ließ.

Abgebildet sind die Messerschmidt Me-110G-4, der Standard -Nachtjäger der Luftwaffe im 2.Weltkrieg, und die McDonnellDouglas F-4F Phantom 2, die ihren Dienst seit 1974 in Neuburg versieht, über dem Wahrzeichen der Stadt Neuburg, dem Schloß des Pfalzgrafen Ottheinrich aus dem Jahre 1505.