Eurofighter 2000
Die 1. Jagdstaffel hat am 25. Juli 2006, als erste operationelle Staffel der Bundeswehr, den Eurofighter in Empfang genommen. Angeführt vom Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos, Herrn Generalleutnant Kreuzinger-Janik, schwebten 5 Eurofighter auf den Fliegerhorst Neuburg ein. Damit beginnt eine neue Ära für die Falken und es endet gleichzeitig langsam die Ära der guten alten Phantom.

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Das Konzept des Waffensystems beruht auf einem ausgewogenen Zusammenwirken von Eigenschaften wie hoher Agilität aufgrund der aerodynamischen Auslegung sowie Leistungsfähigkeit der Triebwerke, Bewaffnung, Sensorik und geringer Signatur. Der Eurofighter besticht durch seine extreme Wendigkeit. Er ist in erster Linie für den Jagdeinsatz ausgelegt. Hierfür wird der Eurofighter mit einer Mischbewaffnung aus leistungsfähigen Luft-Luft-Lenkflugkörpern kurzer und mittlerer Reichweite ausgerüstet.

Für den erweiterten Luft-Boden-Einsatz verfügt der Eurofighter über eine hohe Kapazität an Waffenzuladung und funktionell angepasste Waffenstationen. Die Integration von abstands- und allwetterfähiger Präzisionsbewaffnung macht einen optimierten Luft-Boden-Einsatz möglich. Ein schneller Rollenwechsel und rechnergestützte Rollenoptimierung ist durch die hochgradig vernetzten Rechnersysteme mit entsprechend intelligenter Software sichergestellt.

Leistungen und Vorteile

  • Die Vorteile des Eurofighter auf einen Blick:
  • Mehrrollenfähigkeit (Multi-/Swingrole)
  • Agilität
  • außergewöhnliches Steig- und Beschleunigungsvermögen
  • Integrierte Sensoren und Datenfusion
  • Integration aller derzeitigen und künftigen Luft/Luft- und Luft/Boden-Bewaffnungen
  • zukunftsorientierte, modulare Avionik und digitale Flugsteuerung
  • hochmoderne Mensch-Maschine-Schnittstelle
  • gute Wartbarkeit und Instandhaltung durch intelligente logistische Konzepte
  • niedrige Betriebskosten
  • Interoperabilität
  • gute Anpassung an neue Einsatzszenarien
  • hohes Wachstumspotenzial aller Systeme

Serienfertigung

Die Serienfertigung in Deutschland und Spanien läuft bereits auf Hochtouren. Ende 2000 begann am Standort Manching die Endmontage der deutschen Eurofighter. Am Standort Getafe fing die Endmontage der spanischen Eurofighter im Sommer 2001 an. Modernste Infrastruktur und Fertigungseinrichtungen gewährleisten höchste Effizienz in den Endmontagelinien. Im April 2002 hob in Manching der erste Serien-Eurofighter, Instrumented Production Aircraft (IPA3), ab. Im Februar 2003 absolvierte der erste für die deutsche Luftwaffe bestimmte Serien-Eurofighter GT001 (German Twinseater) seinen Erstflug, ST001 (Spanish Twinseater) für die spanischen Luftstreitkräfte folgte wenige Tage später in Getafe. Im Laufe des Jahres 2003 wurden bereits die ersten Eurofighter an die Luftstreitkräfte der Partnernationen übergeben. Die Serienfertigung der Einsitzer ist angelaufen, in Spanien hob der erste Serien-Einsitzer Ende Februar 2004 ab.

Europäische Kooperation

Das Flugzeug ist die optimale Antwort auf die Verteidigungsaufgaben moderner Luftstreitkräfte – es ist vollständig interoperabel und für die vernetzte Operationsführung ausgelegt. Der Eurofighter bietet anderen Nationen über Kompensation und Programmbeteiligung hinausgehende Kooperation und stärkt somit die industrielle Integration in Europa. Beispielsweise ist der Export-Vertrag zur Beschaffung von Eurofighter in Österreich mit Kompensationsgeschäften ("Offset-Leistungen") verbunden, von denen beide Seiten profitieren. Als europäisches Kooperationsprogramm leistet der Eurofighter darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas auf dem globalen Hochtechnologiemarkt Luft- und Raumfahrt.

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